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09.06.2015Bloomberg nimmt Talesun in die Tier-1-Liste für Modulproduzenten auf
und zählt Talesun zu den besten zehn Unternehmen
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08.04.2015Talesun baut Solarkraftwerk in türkischem Hotelkomplex
Die schlüsselfertige Photovoltaikanlage mit 293 kWp in Südostanatolien ist über das Joint Venture Talesun Anadolu Solar Enerji gebaut worden.
Photovoltaik auf Erfolgskurs in Japan
Japan gehört seit der Einführung der Einspeisevergütung im Jahr 2012 zu den am schnellsten wachsenden Märkten für Photovoltaik. Der Zubau verlagerte sich dabei rasch von kleinen Dachanlagen hin zu größeren Freiflächen- und Gewerbeprojekten.
Warum der Markt so stark wächst
Nach der Abschaltung eines Großteils der Kernkraftwerke musste die Stromerzeugung neu aufgestellt werden. Photovoltaik ließ sich am schnellsten errichten: Eine Freiflächenanlage steht in wenigen Monaten, während andere Kraftwerkstypen Jahre brauchen. Hinzu kommt die hohe Sonneneinstrahlung in weiten Teilen des Landes.
Was der Markt von Modulen verlangt
Japanische Kunden prüfen Module besonders genau. Gefordert werden geringe Leistungstoleranz, dokumentierte Alterungsbeständigkeit und eine belastbare Garantie über die gesamte Laufzeit der Anlage. Fläche ist knapp und teuer, deshalb zählt der Ertrag je Quadratmeter mehr als der reine Preis je Watt.
Anforderungen an Hersteller
- lückenlose Qualitätsprüfung in der eigenen Fertigung
- stabile Liefermengen über lange Projektlaufzeiten
- Zertifizierung nach den gängigen internationalen Normen
- Ansprechpartner vor Ort für Planung und Service
Für Hersteller mit eigener Zell- und Modulfertigung ist das ein Vorteil: Wer die gesamte Kette selbst verantwortet, kann Qualität und Liefertreue verbindlich zusagen. Genau darauf achten Projektentwickler, wenn eine Anlage über Jahrzehnte Ertrag bringen soll.
Warum Japan zum Wachstumsmarkt wurde
Nach 2011 hat Japan die Förderung erneuerbarer Energien deutlich ausgeweitet. Die Einspeisevergütung lag zeitweise auf einem Niveau, das Projekte auch bei höheren Baukosten rentabel machte — und das zog internationale Modulhersteller an.
Der zweite Faktor ist die Fläche: Sie ist knapp und teuer. Das verschiebt die Anforderungen an die Module. Wo Platz fehlt, zählt der Wirkungsgrad je Quadratmeter mehr als der Preis je Watt, und Dachanlagen sowie kleinere Freiflächen dominieren gegenüber Großkraftwerken.
Was das für Hersteller bedeutet
Der japanische Markt gilt als anspruchsvoll: Zertifizierungen, Dokumentation und Qualitätsprüfungen gehen über das hinaus, was in vielen anderen Märkten verlangt wird. Wer dort liefert, muss die Fertigung entsprechend aufstellen — ein Aufwand, der sich später auch in anderen Märkten auszahlt.
Grenzen des Wachstums
Mit jedem Ausbauschritt wurde die Einspeisevergütung gesenkt — wie in Europa zuvor. Projekte, die auf der ursprünglichen Vergütung kalkuliert waren, gerieten unter Druck, und der Markt verschob sich von schnellen Renditeprojekten zu Anlagen mit hohem Eigenverbrauch.
Hinzu kam ein Netzthema: In einzelnen Regionen konnten die Versorger zeitweise keine weiteren Anlagen aufnehmen. Der Netzanschluss wurde damit zum eigentlichen Engpass, nicht die Verfügbarkeit von Modulen oder Flächen.
