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02.12.2015Talesun startet Produktion in Thailand
Je 500 MW Kapazität für Module und Zellen für den ausländischen Markt
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01.12.2015Blog 7/2015: Klimawandel am Kapitalmarkt
Wenn vom 30. November bis zum 11. Dezember 2015 die Diplomaten bei der UN Klimaschutzkonferenz in Paris
Photovoltaik-Glossar von A bis Z
AC
AC ist die Abkürzung für Wechselstrom (alternating current). Da Wechselstrom mit Hilfe eines Generators sehr leicht zwischen verschiedenen Frequenzen umwandelbar ist, findet er vor allem in öffentlichen Stromnetzen Anwendung.
DC
DC ist die Abkürzung für Gleichstrom (direct current). Solarzellen können nur Gleichstrom erzeugen. Bevor Photovoltaikanlagen elektrische Energie in das öffentliche Netz einspeisen, muss ein Wechselrichter zwischen Photovoltaikanlage und öffentliches Netz geschaltet werden, um den produzierten Strom in Wechselstrom zu wandeln. S.a. „Wechselrichter“.
Diffusstrahlung
Entsteht, wenn z.B. Partikel in der Atmosphäre sowie Wolken oder Nebel die direkt einfallende Sonneneinstrahlung streuen. Durchschnittlich beträgt die diffuse Strahlung in Mitteleuropa rund 50 Prozent. Der diffuse Strahlungsanteil variiert nach geographischer Lage (je südlicher, desto niedriger) und Jahreszeit (je später im Jahr, desto höher). Im Gegensatz dazu steht die „Direktstrahlung“. S.a. „Globalstrahlung“.
Direktstrahlung
Sonneneinstrahlung, die direkt auf die Erdoberfläche trifft, ohne von Wolken o.ä. verdeckt zu werden. Im Gegensatz dazu steht die Diffusstrahlung. S.a. „Globalstrahlung“ und „Diffusstrahlung“.
EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz
Das EEG ist das deutsche Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Es dient der Markteinführung von Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien. Es gehört zu einer Reihe weiterer gesetzlicher Maßnahmen, mittels derer die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Energieträgern verringert werden soll und dient u.a. dem Umwelt- und Klimaschutz. S.a. „Einspeisevergütung“.
Eigenverbrauch (auch Direkt- oder Selbstverbrauch)
Bezeichnet den von einem Kraftwerk bspw. einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom, der vollständig oder nur in Teilen vom Produzenten selbst genutzt und daher nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird. Nicht eigenverbrauchter Solarstrom lässt sich nach EEG-Richtlinien zum jeweils aktuellen Vergütungssatz in das öffentliche Netz einspeisen.
Einspeisevergütung
Ist durch das EEG geregelt. Es handelt sich um eine gesetzliche Vorgabe zur Förderung von erneuerbaren Kraftwerken bspw. Photovoltaikanlagen. Einspeisevergütung erhält jeder, der Solarstrom durch ein netzgekoppeltes System in das öffentliche Netz einspeist. Für jede Kilowattstunde garantiert z.B. der deutsche Staat einen Festpreis über eine Dauer von 20 Jahren. S.a. „EEG“.
Elektrolumineszenztest (EL-Test)
Die Elektrolumineszenz-Messung dient zur Identifizierung von Mikrorissen, die als Folge von Transportschäden auftreten und die Lichtausbeute eines Photovoltaik-Moduls deutlich schmälern können. Diese Risse sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, deswegen wird an die Module von außen Spannung angelegt. Die dabei vom Modul ausgehende Wärmestrahlung lässt sich an Hand von Messgeräten „fotografieren“. Elektrische Schwachstellen werden durch feine Linien (Haarrisse) angezeigt. Je mehr Haarrisse vorhanden sind, desto geringer kann die Leistung eines einzelnen Moduls ausfallen.
EVA (Ethyl-Vinyl-Acetat)
Dabei handelt es sich um sinterfähiges elastisches Material das Gummi ähnelt und sich durch seine hohe Widerstandsfähigkeit, Spannungsrissbeständigkeit, Wasserfestigkeit und Resistenz gegen UV-Strahlung auszeichnet. Im Photovoltaik-Modul bildet die Folie aus EVA zwischen Solarglas und Zellen einerseits und Solarzellen und Rückseitenfolie andererseits das verbindende Element.
Flasher
Ist Teil einer Photovoltaik-Testanlage, mittels derer Solarmodule und andere Komponenten unterschiedlicher Dauerbelastungstests unterzogen werden. Um die Sonneneinstrahlung zu simulieren, wird das Modul einem kurzzeitigen Lichtblitz ausgesetzt. Durch diese Methode lässt sich die Maximalleistung eines Moduls ermitteln sowie Herstellerangaben auf ihre Richtigkeit überprüfen.
Gestehungskosten
Dabei handelt es sich um Kosten, die durch den Kauf oder die Herstellung eines Gutes entstehen. Sie können auch als Herstellungskosten bezeichnet werden und bestehen größtenteils aus den Material- und Fertigungskosten. Stromgestehungskosten umfassen die Kosten für ein Kraftwerk sowie dessen Betrieb und stellen somit eine Vergleichsgröße auf Basis gewichteter Durchschnittskosten für Stromerzeugung dar.
Globalstrahlung
Setzt sich zusammen aus Diffusstrahlung und Direktstrahlung. In Summe bilden sie die gesamte an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche auftretende Solarstrahlung. Die Intensität sowie die zeitliche Verfügbarkeit der Globalstrahlung bestimmt im Wesentlichen die Möglichkeit zur Energiegewinnung durch die Sonne. S.a. „Diffusstrahlung“ und „Direktstrahlung“.
Grid Parity (engl. für Netzparität)
Bezeichnet den Moment, in dem die Gestehungskosten für Strom (je Kilowattstunde) aus Erneuerbaren Energien auf gleichem Niveau wie der Endverbraucherpreis für konventionellen Strom (je Kilowattsstunde) liegt. S. „Stromparität“.
IEC – International Electrotechnical Commission
Das IEC wurde 1906 gegründet und ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Hauptsitz in Genf und Dependancen in Nord- und Lateinamerika sowie in Asien. Hauptziel des IEC ist es, in Kooperation mit Wirtschaft und Politik, international verbindliche Standards im Bereich Elektrotechnik zu setzen. Derzeit engagieren sich derzeit ca. 60 Staaten weltweit als Mitglieder beim IEC.
Ingot (engl. für Barren)
Wird im Deutschen als Fachausdruck für einen Block verwendet der in Gänze aus einem Halbleitermaterial wie beispielsweise Silizium besteht (sog. Halbleiterrohlinge). Diese können sowohl mono- als auch polykristallin aufgebaut sein und dienen in der Photovoltaik zur Herstellung von Solarzellen. Im Herstellungsverfahren für Solarzellen wird ein Ingot in Wafer zerteilt.
Inselanlage
Bezeichnet ein Kraftwerk, das den produzierten Strom nicht ins öffentliche Netz sondern in das elektrische System vor Ort einspeist. Durch das Zwischenschalten von Batterien, kann der Strom bis zum Verbrauch gespeichert werden. S.a. „Off-grid“.
ISO 9001
Ist eine internationale Norm im Bereich des Qualitätsmanagements, welche die Anforderungen eines Qualitätsmanagementsystems für Unternehmen oder Organisationen bei der Produktion von Dienstleistungen und Produkten verbindlich regelt.
ISO 14001
Ist eine internationale Norm im Bereich des Umweltmanagements, welche die Anforderungen der Umweltleistung eines Unternehmens oder einer Organisation festlegt.
Leistungsgarantie
Wird in der Photovoltaik vom Modulhersteller gegeben und garantiert einen von diesem festgelegten Wert auf die angegebene Leistung. In der Regel wird die Leistungsgarantie für Solarmodule auf 25 Jahre gegeben.
Leistungstoleranz
Beschreibt den Wert, um welchen die tatsächliche Leistung eines Photovoltaik-Moduls von der angegebenen Leistung abweichen darf. In der Regel liegt die Toleranz bei +/- 3 Prozent gegenüber der Nennleistung.
LID - Light Induced Degradation
Bezeichnet die sukzessive und natürliche Verringerung des Wirkungsgrades von Photovoltaik-Modulen auf Grund von Abnutzung durch Einstrahlung. Im Allgemeinen geht man bei in Deutschland eingesetzten Photovoltaik-Modulen von einer circa 10 prozentigen Verringerung des Wirkungsgrades in einem Zeitraum von rund 25 Jahren aus.
MCS (Microgeneration-Zertifikat)
Eine Zertifizierung die vom British Standards Institute (BSI) erteilt wird. Dem Erhalt des Zertifikats gehen detaillierte Prüfungen aller Produktionsprozesse sowie eine eingehende Leistungsbewertung der Produkte voraus. Das MCS gilt als Voraussetzung für den Verkauf von Photovoltaik-Modulen auf dem britischen Markt. Daneben ist auch die Vergabe von Fördergeldern sowie die Einspeisevergütung sind an das MCS-Zertifikat gebunden.
Metal-Wrap-Through-Technologie
Hier handelt es sich um sogenannte Rückkontakt-Solarzellen. Dabei wird der Strom durch die Zelle von der Vorder- auf die Rückseite übertragen, wo alle Kontakte liegen. So lässt sich die sonnenbeschienene Fläche vergrößern, während der Energieverlust durch elektrische Widerstände gleichzeitig sinkt.
Monitoring-System
Ist ein System, das zum Ziel hat einen Prozess oder einen Vorgang mittels eines Beobachtungssystems wie z.B. technischer Hilfsmittel zu beobachten, zu überwachen und/oder zu protokollieren, um entsprechende Schlussfolgerungen ziehen und schließlich steuernd eingreifen zu können.
Monokristallin
Diese Solarzellen verfügen über eine schwarze bis bläuliche Farbe. Anders als polykristalline Solarzellen setzen sie sich nur aus einem Kristall zusammen und verfügen im Vergleich zu anderen Siliziumzellen über den höchsten Wirkungsgrad. Monokristalline Solarmodule werden meist dort eingesetzt, wo nur eine geringe Fläche zur Stromerzeugung zur Verfügung steht. S.a. „Wirkungsgrad“ und „Polykristallin“.
Off-grid
Bezeichnet ein Kraftwerk, das den produzierten Strom nicht ins öffentliche Netz sondern in das elektrische System vor Ort einspeist. Durch das Zwischenschalten von Batterien kann der Strom bis zum Verbrauch gespeichert werden. S.a. „Inselanlage“.
Polykristallin
Polykristalline Siliziumzellen weisen zwei wesentliche Merkmale auf: Die Energierücklaufzeit ist kürzer und der Wirkungsgrad niedriger als bei monokristallinen Zellen. Auf Grund der unterschiedlichen Kristallordnung in einer Zelle, sind polykristalline Zellen an ihrer Schattierung zu erkennen. S.a. „Wirkungsgrad“ und „Monokristallin“.
Produktgarantie
Wird vom Modulhersteller gegeben und deckt Herstellungs- und Materialfehler ab. In der Regel wird die Produktgarantie für Solarmodule auf eine Dauer von 10 Jahren gegeben.
PV Cycle
Gemeinnützige Organisation und Vertreter von Herstellern sowie Importeuren von Photovoltaik-Modulen. Im Jahr 2007 in Brüssel gegründet ist PV Cycle seither aktiver Gestalter bzgl. der Implementierung von Richtlinien zum Recycling von Photovoltaik-Modulen und einziger Betreiber von kollektiven Sammel- und Recyclingstellen in Europa.
REACH - Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemical Substances
Verordnung der Europäischen Union, die seit 1. Juni 2007 in Kraft ist und die sichere Verwendung von Chemikalien jeglicher Art regelt. Mit dem Ziel Mensch und Natur zu schützen und die betroffenen Industrien in Verantwortung zu bringen, fördert REACH u.a. den Wettbewerb für die Entwicklung nachhaltiger Chemikalien und verbietet gefährliche Substanzen.
Selektive Emitter Technologie
Verfahren bei der Herstellung von Photovoltaik-Zellen, um die Leistung der Zelle durch Vergrößerung der stromgewinnenden Fläche zu verstärken. Die Phosphorkonzentration wird dabei auf der Zellvorderseite im Bereich der Metallkontakte erhöht, wodurch ein niedrigerer Emitterwiderstand entsteht. Der übrige Teil der Zelle weist gleichzeitig eine niedrige Phosphorkonzentration auf. Damit kann ein im Vergleich größerer Teil der Solarzelle zur Stromgewinnung genutzt werden.
Solarmodul (Photovoltaikmodul)
Bündelung von Solarzellen und Einzelelement einer Photovoltaikanlage.
Solarzelle
Elektrisches Bauelement, das kurzwellige Strahlungsenergie wie z.B. Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandelt. Die Funktionsweise basiert auf dem sog. photovoltaischen Effekt.
Sonneneinstrahlung
Bezeichnet den Wert der Sonnenenergie, der in einem spezifischen geographischen Gebiet vorhanden ist. Benennung ist Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2). Um zu gewährleisten, dass die Sonneneinstrahlung durch eine Photovoltaikanlage bestmöglich genutzt werden kann, ist es entscheidend, die Photovoltaik-Module optimal nach Sonnenstand und -einstrahlung auszurichten. Der Deutsche Wetterdienst publiziert z.B. in regelmäßigen Abständen die gemittelten Einstrahlungswerte für Deutschland. S.a. „Globalstrahlung“.
STC – Standard Test Conditions
Dient dazu im Rahmen einer genormten Bedingung die Nennleistung bzw. die höchstmögliche Leistung eines Photovoltaikmoduls bestimmen zu können. Die genormten Bedingungen sehen einen Einstrahlungswert von 1.000 kWh/m2 bei senkrechtem Lichteinfall, ein Sonnenspektrum entsprechend AM 1,5 und eine Zelltemperatur von 25° C vor.
Stromparität
Bezeichnet den Moment, in dem die Gestehungskosten für Strom (je Kilowattstunde) aus Erneuerbaren Energien auf gleichem Niveau wie der Endverbraucherpreis für konventionellen Strom (je Kilowattstunde) liegt. S.a. „Grid Parity/Netzparität“.
TÜV - Technischer Überwachungsverein
Führt technische Sicherheitskontrollen auf privatwirtschaftlicher Basis als mittelbarer Verwalter durch und überwacht damit die Umsetzung staatlicher Anordnungen und Gesetzte.
VDE Quality Tested
Von Verbrauchern und Herstellern anerkanntes Gütesigel das vom VDE (Verband für Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) vergeben wird und die Gebrauchstauglichkeit elektronischer Geräte bescheinigt. Dabei werden die Qualitätseigenschaften des Produktes unter Berücksichtigung relevanter Richtlinien, Gesetze, Normen und Standards geprüft. Das VDE-Institut bezieht sich hierbei auch auf eigene technische Erkenntnisse und Expertisen. Die VDE-Kriterien gelten innerhalb der Photovoltaik-Industrie als besonders anspruchsvoll, und nur die wenigsten Unternehmen sind in der Lage, sie zu erfüllen. Bei der Bewertung der Qualitätseigenschaften nehmen die Prüfer insbesondere die Zuverlässigkeit sowie die Funktionssicherheit in Augenschein. Einher gehen Tests mit erhöhter Prüfmusteranzahl sowie Kontrollen mit erhöhter Prüfdauer und Zyklenzahl. Ausserdem nehmen beide Institute zusätzlich dynamische und mechanische Belastungsprüfungen sowie mechanische Prüfungen der Anschlüsse mit erhöhter Last vor. Im Rahmen der Degradationsprüfung gelten verschärfte Pass/Fail-Kriterien: Die maximal zulässige Degradation der Leistung darf während der erhöhten Prüfsequenz nicht höher als fünf Prozent ausfallen. Während des kontinuierlichen Fertigungs-Monitorings gelten verschärfte Anforderungen in der laufenden Fertigung. Darüber hinaus werden vierteljährlich Testmodule während des Regelbetriebs entnommen, die Prüfmuster jeder Fertigungsstätte enthalten.
VDI - Verein Deutscher Ingenieure
Ist ein Verband und wurde 1856 gegründet. Er gilt als größte deutsche Vereinigung von Ingenieuren/innen, der die Interessen seiner Mitglieder aktiv vertritt. Hierbei tritt er als Sprecher, Gestalter und Netzwerker auf. Der VDI verfügt über zahlreiche Töchterorganisationen, die u.a. in Forschung und Entwicklung sowie Publizistik aktiv sind.
Wafer
Hauchdünne Scheiben, die aus Halbleiter-Rohlingen gewonnen werden und im Allgemeinen als Grundplatte für elektronische Bauelemente dienen. In der Photovoltaik werden sowohl mono- als auch polykristalline Wafer hergestellt und dienen zur weiteren Herstellung entsprechender Solarzellen. S.a. Ingot.
Watt
Im internationalen Maßsystem steht Watt für Leistung und gilt als Angabe von Energie pro Zeit. Benannt nach dem Erfinder James Watt, gilt das „W“ als Einheitszeichen.
Wechselrichter
Ein elektrisches Gerät, das Gleichspannung in Wechselspannung bzw. Gleichstrom in Wechselstrom wandelt. In der Photovoltaik wird der Wechselrichter dafür eingesetzt, den Gleichstrom der Photovoltaik-Module in Wechselstrom zu wandeln und damit kompatibel mit dem Wechselstromnetz zu machen. S.a. „DC“.
Wirkungsgrad
Zeigt an, mit welcher Effizienz ein Kraftwerk Strom erzeugt. Dabei wird ins Verhältnis gesetzt mit welchem Faktor die eingesetzte Energie in Strom gewandelt wird. In der Photovoltaik wird damit angegeben, wie viel der einstrahlenden Sonnenenergie in Strom gewandelt werden kann.
